Noch ist bei Schweinen keine Einzeltiererkennung gesetzlich vorgeschrieben, doch die Zeiten können kommen. Zumal werden verschiedene Systeme schon in der Sauenhaltung angewandt, um tierindividuell die Futterrationen zuteilen zu können, den Tagesablauf der Tiere im Sinne des Tierwohls abwechslungsreich gestalten zu können und auch die Gesundheit stets im Auge zu haben. Bei Mastschweinen, die in Gruppen gehalten, gefüttert und gehandelt werden, ist dieses Management im Moment nicht aktuell, zumal auch noch kein System auf dem Markt ist, das funktionstüchtig auf Mastschweine zugeschnitten ist.
Doch das wird sich ändern: M. Sc. agr. Tobias Stekeler vom Institut für Agrartechnik der Universität Hohenheim ist der Praxis einen großen Schritt voraus, forscht an einem Prototyp einer elektronischen Ohrmarke, die die Einzeltiererkennung in der Gruppe möglich macht: „Die Schweine laufen einfach in der Gruppe besser, das weiß jeder Landwirt", so Tobias Stekeler. Die Schweinemäster können beruhigt in die Zukunft sehen: Einzeltiererkennung ist auch in der Zukunft der Schweinemast kein Hexenwerk!
(Quelle: Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion e.V.)

Erfassungsfeldvermessung UHF-Transponder (links) und Anbringen der Transpondermarke (rechts).